Dieser Artikel baut auf dem Artikel Erste Schritte für Mitarbeitende auf. Die dort beschriebenen Grundlagen zur täglichen Nutzung von ZEP Compact und ZEP Professional werden hier nicht wiederholt.
Im Fokus dieses Artikels stehen die Einrichtung des Systems, die Grundkonfiguration sowie die wichtigsten Verwaltungsaufgaben für Administratoren und Personen mit Zusatzberechtigungen. Je nach eingesetzten Modulen und Rollen können auch Controller, Projektleiter, Abteilungsleiter oder User mit Zusatzrechten einzelne Verwaltungsaufgaben übernehmen.
Grundeinstellungen vor der ersten Nutzung festlegen
Bevor Mitarbeitende mit ZEP arbeiten, sollten Sie als Administrator die wichtigsten Grundeinstellungen einmal sauber festlegen. Unter Administration finden Sie – je nach eingesetzten Modulen – die zentralen Einstellungsbereiche für Ihr Unternehmen. Gerade zu Beginn lohnt es sich, diese Bereiche nicht nur grob zu überfliegen, sondern einmal bewusst zu entscheiden, wie ZEP in Ihrem Unternehmen genutzt werden soll. Besonders hervorheben wollen wir:
Meine Firma: definieren Sie unter anderem die Standardsprache, Login-Möglichkeiten wie Single Sign-On, Kennwortrichtlinien sowie grundlegende Einstellungen für E-Mails (Mailserver und Signatur) und ihr individuelles Briefpapier für Angebote, Rechnungen und andere Kundendokumente.
Projekte: hier definieren Sie unter anderem: Projektnummernkreis und Standardwerte für neue Projekte (Tätigkeiten, Projektstatus, Vorgangsstatus).
Kunden: sind die Grundlage für Projekte und Abrechnung. Hier sollten Sie festlegen: Standardwerte für neue Kunden (z. B. MwSt., Zahlungsziele) und die Struktur Ihrer fortlaufenden Kundennummern.
Mitarbeiter: In den Grundeinstellungen für Mitarbeitende legen Sie fest, welche Standardwerte bei neuen Mitarbeitenden vorbelegt werden. Dazu gehören unter anderem Regelarbeitszeit, Urlaubsanspruch, Pausenregelung und weitere Voreinstellungen.
Preise & Belege: wenn Sie mit abrechenbaren Leistungen arbeiten sollten Sie Basispreistabellen und dazugehörige Preisgruppen definieren. Wenn Reise- und Fremdkosten erfasst werden, sollten Belegarten festgelegt werden.
Die Preislogik sollte vor dem Start klar sein (z. B. „Preistabelle auf dem Kunde“ vs. „Preistabelle auf dem Projekt“). Nachträgliche Änderungen sind möglich, führen aber häufig zu Inkonsistenzen in Auswertungen und Abrechnung.
Projektzeiten & Belege: legen Sie zentrale Regeln für die tägliche Erfassung fest. Dazu gehören insbesondere der rückwärtige Erfassungszeitraum, erlaubte Vorausbuchungen, Doppelbuchungen (parallele Reise- und Arbeitszeiten), die Pflicht zu Bemerkungen sowie die Frage, ob an Feiertagen und an Tagen ohne Soll-Arbeitszeit erfasst werden darf.
Besonders wichtig ist das Minutenraster. Wir empfehlen 3, 6, 15 oder 30 Minuten, weil bei 1-, 2-, 5-, 10- oder 20-Minuten-Rastern in Auswertungen Rundungsdifferenzen auftreten können. Zusätzlich gilt: Wird das Minutenraster später geändert, ist die Bearbeitung bereits erfasster Projektzeiten nur noch eingeschränkt möglich. Diese Entscheidung sollten Sie deshalb möglichst vor dem Produktivstart treffen.
Pausenregelung und Arbeitszeitregeln: in den Einstellungen zu Projektzeiten & Belegen legen Sie auch Pausenregelungen an. Dort definieren Sie unter anderem Mindestruhezeit, maximale Arbeitszeit, Mindestpausen, automatischen Pausenabzug, Kernzeiten und Warnungen bei Verstößen gegen die Regelung.
Bereits angelegt ist die Pausenregelung „Standard“ mit den Mindestpausen nach § 4 ArbZG, sie kann aber für Ihr Unternehmen angepasst oder durch weitere Regelungen ergänzt werden. Wichtig ist dabei: Sobald ein Monat abgeschlossen wurde, kann die Pausenregelung für diesen Zeitraum nicht mehr geändert werden. In diesem Fall müssen Sie mit einer neuen Pausenregelung und passendem Startdatum arbeiten.
Reisen: wenn Sie mit ZEP Reisekosten abrechnen wollen, geben Sie zuerst Ihren Arbeitsort an. Basierend darauf können Sie dann die dazugehörigen Verpflegungsmehraufwendungen, die zur Bebuchung verfügbar sein sollen, und Fahrkostenpauschalen einpflegen.
Überstunden & Fehlzeiten: Wenn Sie das Modul Abwesenheiten & Überstunden nutzen, sollten Sie hier das Einführungsdatum vor dem produktiven Start festlegen. Ab diesem Monat müssen Mitarbeitende ihre Zeiten vollständig erfassen. Zusätzlich sollten Sie Fehlgründe, Feiertagskalender und – falls genutzt – Zuschläge bzw. spezielle Zeiten sauber vorbereiten.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Grundeinstellungen
Mitarbeiter anlegen
Neue Mitarbeitende legen Sie im Menüpunkt Mitarbeiter an. Dort erfassen Sie zunächst die allgemeinen Stammdaten und vergeben die passenden Benutzerrechte. Vergeben Sie bei der Anlage eine Standard-Preisgruppe um den Standardstunden- bzw. Tagessatz für den Mitarbeiter festzulegen. Dieser kann auf Kunden- und Projektebene jederzeit individualisiert werden.
Um dem Mitarbeiter Zugriff zu geben, können Sie den Link zur Kennwortänderung per E-Mail senden. Sollte der Mitarbeiter keine geschäftliche E-Mail-Adresse haben, können Sie ein initiales Kennwort über "Kennwort eingeben" festlegen und dieses samt dem Benutzername mitteilen.
Nach dem Anlegen prüfen Sie über das Profil der Mitarbeiter die Mitarbeitereinstellungen, die für neue Mitarbeitende zum Teil automatisch vorbelegt werden:
Beschäftigungszeitraum: hier legen Sie den Beschäftigungsbeginn und ggf. auch das Ende fest sowie den dazugehörigen Urlaubsanspruch in dem Zeitraum. Bei unterjährigen Eintritten mit unrunden Urlaubsansprüchen, empfiehlt es sich mit zwei Beschäftigungszeiträumen zu arbeiten.
Regelarbeitszeit: hier legen Sie das Arbeitszeitmodell mit Soll-Arbeitszeit und erwarteten Arbeitstagen fest sowie die Zuweisung der Pausenregelung und des passenden Feiertagskalenders.
Interner Stundensatz: um eine Kosten- und Margenberechnung zu gewährleisten, tragen Sie einen internen Stundensatz pro Mitarbeiter ein.
Ausgleich Überstunden & Urlaub: wenn der neu angelegte Mitarbeiter Altbestand an Urlaubstagen und Überstunden mitbringt, können Sie diese hier eintragen und zukünftig auch ausgleichen.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Mitarbeiter anlegen
Kunden anlegen
Kunden sind in ZEP ein weiteres zentrales Datenobjekt und sollten von Beginn an vollständig angelegt werden. In der Kundenverwaltung pflegen Sie Stammdaten, Ansprechpartner und weitere kundenspezifische Informationen.
Wenn Sie mit abrechnungsrelevanten Funktionen arbeiten, lohnt sich außerdem ein Blick auf die Abrechnungseinstellungen. Dort hinterlegen Sie zum Beispiel Kundenpreistabellen und Reiseeinstellungen die individuell mit dem Kunde vereinbart sind. Diese gelten automatisch für neue Projekte des Kunden, solange Sie auf Projektebene keine eigenen Preistabellen anlegen.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Kunden anlegen
Lieferanten anlegen
Wenn Sie Lieferantenbelege und externe Kosten in ZEP erfassen möchten, sollten Sie auch den Bereich Lieferanten von Anfang an pflegen. In den Einstellungen können Sie zum Beispiel einen Nummernkreis für Lieferantennummern und eine MwSt.-Vorbelegung festlegen. Zusätzlich lassen sich Branchen, Kategorien und Zusatzattribute definieren.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Lieferanten
Projekte und Vorgänge anlegen
Damit Mitarbeiter in ZEP Compact und ZEP Professional Zeiten buchen können, müssen Sie zunächst Projekte anlegen und die Mitarbeiter diesen Projekten als Projektmitarbeiter zuweisen.
Nach dem Anlegen eines Projekts definieren Sie die dazugehörigen Vorgänge (bzw. Teilprojekte oder Projektphasen), auf die später Projektzeiten und Belege gebucht werden.
Ein wichtiger Stolperstein ist dabei: Wenn keine Vorgänge angelegt sind, kann das Projekt nicht zur Zeiterfassung ausgewählt werden. Ebenso werden nur Projekte mit buchbarem Status in den Auswahllisten der Projektzeit- und Belegerfassung angeboten.
Sinnvoll ist außerdem, direkt eine eindeutige und aussagekräftige Projektkurzform zu vergeben, damit Projekte später in Auswahllisten und Auswertungen schnell erkennbar sind.
Wenn Sie einem Projekt keinen Kundendatensatz zuweisen, gilt dies als internes Projekt, welches nicht fakturierbar ist.
Praxistipp: Sie können Projekte kopieren, damit Sie zukünftig nur noch duplizieren müssen, um die Projektstruktur, die Projekteinstellungen sowie andere wiederkehrende Stammdaten eins zu eins übernehmen zu können.
Nach der Anlage des Projekts können Sie die Voreinstellungen wie Abrechnungseinstellungen und Projekteinstellungen individuell anpassen. Gerne können Sie Ihren konkreten Anwendungsfall mit uns unter [email protected] teilen, um eine maßgeschneiderte Beratung zu erhalten.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Projekte anlegen
Erfassungswege für Ihr Unternehmen festlegen
Für einen guten Start sollten Sie früh festlegen, auf welchem Weg Zeiten in Ihrem Unternehmen erfasst werden sollen. In ZEP Compact und ZEP Professional gibt es folgende Optionen:
Die Standardnutzung erfolgt im Browser über die Zeiterfassungsmaske oder das Stempelsymbol (rechts oben).
Zusätzlich können Sie die ZEP Browser-Erweiterung nutzen, um auch ohne Login stempeln zu können.
Für die mobile Nutzung steht die ZEP App zur Verfügung. Dort können Projektzeiten, Belege sowie Fehlzeiten erfasst bzw. beantragt werden.
Wenn Sie zusätzlich mit stationärer Erfassung arbeiten möchten, können Sie Partnerterminals (Datafox und EasySecure) nutzen, welche das buchen auf Projekte ermöglichen.
Für die Einführung ist deshalb weniger die technische Vielfalt entscheidend als eine klare Entscheidung: Welche Mitarbeitendengruppen erfassen im Browser, welche mobil und wo sind Terminal-Lösungen sinnvoll?
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Zeiten erfassen
Wichtige Verwaltungswege im Alltag kennen
Für Administratoren und – bei Einsatz des Moduls Standorte & Abteilungen – auch für definierte Abteilungsleiter ist wichtig zu wissen, wo die typischen Korrekturen und Nachträge im Alltag vorgenommen werden. Dafür stehen unter Mitarbeiter > Auswahl des jeweiligen Users > Administration die Untermenüpunkte Projektzeiten, Belege und Kalender in jeder Mitarbeiterakte zur Verfügung. Dort können Sie Projektzeiten anderer Mitarbeitender ändern, Belege prüfen und Fehlzeiten administrieren.
Einzelne Umbuchungen können in der jeweiligen Mitarbeiterakte vorgenommen werden. Für umfangreichere Umbuchungen zwischen verschiedenen Projekten, Vorgängen oder Mitarbeitern empfehlen wir die Projektzeitauswertung. Dort können durch Multi-Select mehrere Einträge ausgewählt werden, um sie dann über "Aktion wählen" auf die gewünschten neuen Datenfelder umzubuchen.
So haben Personen mit Zusatzberechtigungen einen festen Ort für die wichtigsten tagtäglichen Verwaltungsaufgaben.
Automatisierungen sinnvoll einsetzen
Unter Administration > System > Tasks können Sie wiederkehrende Aufgaben automatisieren. Besonders hilfreich zum Start sind Aufgaben wie die Erinnerung an fehlende Zeiterfassung, die Erinnerung an das Einstempeln oder das automatische Abmelden von Mitarbeitenden zu einer festen Uhrzeit oder nach einer bestimmten Anwesenheitsdauer. Zusätzlich können Sie Benachrichtigungen zu Beschäftigungszeiträumen, Fehlzeitenanträgen, Unterschreitungen der Sollstunden oder zur Monatssperre einrichten. Das hilft, den laufenden Betrieb früh sauber zu stabilisieren und Fehlbuchungen vorzubeugen.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Tasks
Zusatzmodule einführen
ZEP Compact und ZEP Professional bieten zusätzliche und teilweise sehr umfangreiche Module, zum Beispiel Ressourcenplanung, Angebotserstellung, Rechnungsstellung und weitere kaufmännische Erweiterungen.
Gerade diese Module sind funktional sehr mächtig und greifen häufig tief in bestehende kaufmännische Prozesse ein. Wenn Sie planen, diese Module aktiv zu nutzen, empfehlen wir eine persönliche Beratung mit unserem ZEP Expertenteam. Melden Sie sich dafür gerne direkt unter [email protected], damit die Einrichtung sauber auf Ihre Prozesse abgestimmt werden kann.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Ressourcenplanung, Angebote, Rechnungsstellung,...






