Im Projektdialog pflegen Sie die Stammdaten eines Projekts. Der Dialog ist in mehrere Tabs gegliedert, die zusammen die vollständigen Projektstammdaten ergeben. Dieser Artikel führt Sie durch jeden Tab und erklärt pro Feld, wofür es dient, welche Werte zulässig sind und unter welchen Voraussetzungen es erscheint.
Hinweis: Der Projektdialog umfasst die Tabs Allgemein, Plan, Kunde & Abrechnung und Adresse. Ist beim zugeordneten Kunden ein maschinenlesbares Rechnungsformat (XRechnung oder ZUGFeRD) hinterlegt, erscheint zusätzlich der Tab XRechnung. Welche Tabs und Felder sichtbar sind, hängt von der Produktlinie und den gebuchten Modulen ab.
Die weiteren Sub-Bereiche eines Projekts, etwa Projektmitarbeiter, Vorgänge, Projektplan und Preistabellen, sind nicht Teil dieses Dialogs und werden im Artikel Projektadministration beschrieben. Alle Projektauswertungen finden Sie im Artikel Projektauswertungen. Den Bearbeitungs-Workflow vom Anlegen bis zum Löschen beschreibt der Artikel Projekte anlegen, bearbeiten und löschen.
Allgemein
Der Tab Allgemein enthält die organisatorischen Grunddaten des Projekts. Diese Felder vergeben Sie bei der Anlage zuerst, sie erscheinen anschließend in der Projektübersicht, in den Auswahllisten der Erfassung und in den Auswertungen.
Kurzform
Die Kurzform ist die Projektnummer und der eindeutige Identifikator des Projekts. Sie ist das einzige Pflichtfeld im gesamten Dialog und erfüllt drei Aufgaben:
Sie identifiziert das Projekt unternehmensweit eindeutig und erlaubt eine beliebige Kombination aus Buchstaben und Ziffern.
Sie dient als stabile Referenz in Faktura, Auswertungen und Exporten sowie als Verknüpfungsschlüssel zu angebundenen Drittsystemen.
Sie wird in allen Auswahllisten der Erfassung vollständig angezeigt und sollte deshalb kurz und sprechend gewählt werden.
Hinweis: Ist unter Administration > Projekte > Einstellungen ein fortlaufendes Projektnummernformat aktiviert, schlägt ZEP über den Link Nächste freie Nr. direkt am Feld automatisch die nächste freie Nummer vor. Die Konfiguration des Nummernkreises beschreibt der Artikel Projekte – Administration.
Hinweis: Ist ein Projekt mit einem CRM-System verknüpft, dient die Kurzform als gemeinsamer Schlüssel beider Systeme und ist dann schreibgeschützt, damit die Referenz zwischen ZEP und dem CRM stabil bleibt. Die Anbindung beschreiben die Artikel HubSpot und Salesforce.
Bezeichnung
Im Feld Bezeichnung hinterlegen Sie den ausführlichen Klartext-Namen des Projekts mit bis zu 255 Zeichen. Er erscheint in allen Listen, Auswertungen, Belegen und Rechnungen und lässt sich jederzeit anpassen, ohne bestehende Verknüpfungen zu beeinflussen.
In den Auswahllisten der Projektzeit- und Belegerfassung wird die Bezeichnung zusammen mit der Kurzform angezeigt: die Kurzform vollständig, die Bezeichnung aus Platzgründen abgekürzt. So macht die Bezeichnung die knappe Kurzform für die Mitarbeitenden sprechender und erleichtert die Auswahl des richtigen Projekts.
Tipp: Nehmen Sie den Kunden oder den Auftrag in die Bezeichnung auf, damit das Projekt auch nach mehreren Jahren in langen Listen sofort wiedergefunden wird.
Laufzeit
Die Laufzeit definiert Start- und Endedatum des Projekts. Ein leeres Endedatum bedeutet unbegrenzte Laufzeit. Start- und Endedatum dienen zusätzlich als Filterkriterium in der Projektplanung und erscheinen auf Auswertungen und Abrechnungen.
Hinweis: Liegt das Buchungs- oder Anzeigedatum außerhalb der Laufzeit, erscheint das Projekt nicht in den Auswahllisten der Erfassung und ist nicht buchbar, unabhängig vom Status. Das ist ein häufiger Grund, warum ein Projekt vermeintlich fehlt: In Auswertungen und Ansichten werden Projekte nur zum eingestellten Zeitraum angeboten. Prüfen Sie in diesem Fall zuerst Start- und Endedatum sowie den gewählten Auswertungszeitraum.
Status
Der Status zeigt den aktuellen Projektstatus aus der Auswahlliste. Er steuert direkt die Buchbarkeit: Nur Projekte mit einem als buchbar konfigurierten Status werden in den Auswahllisten der Zeit- und Belegerfassung angeboten. Bei der Neuanlage ist der erste in den Stammdaten definierte Status vorbelegt. Die vollständige Status-Liste mit Reihenfolge und Buchbarkeit pflegen Administratoren unter Administration > Projekte > Projektstatus.
Hinweis: Ein nicht-buchbarer Status (zum Beispiel Abgeschlossen) blendet das Projekt aus der Erfassung aus, ohne die historischen Daten zu verändern. Wenn ein Projekt unerwartet nicht buchbar ist oder in einer Ansicht fehlt, prüfen Sie neben der Laufzeit zuerst den Status. Wie Sie Status anlegen und ihre Buchbarkeit konfigurieren, beschreibt der Artikel Projekte – Administration.
Abteilung
Die Abteilung ordnet das Projekt einer Organisationseinheit zu. Sie steuert die Sichtbarkeit für Abteilungsleitungen und ist die Basis für die Abteilungsauswertungen unter Auswertungen > Abteilungen. In der Projektplanung kann nach diesem Kriterium gefiltert werden, was dezentrale Organisationen bei der Steuerung pro Standort unterstützt.
Hinweis: Das Feld Abteilung ist nur mit dem Zusatzmodul Standorte und Abteilungen verfügbar.
Kategorien
Über Kategorien ordnen Sie dem Projekt optional eine oder mehrere Klassifikationen zu, etwa eine Trennung in Beratungs-, Implementierungs- oder Support-Projekte. Kategorien dienen als Filter in der Projektübersicht und als Gruppierung in den Auswertungen. Die verfügbaren Kategorien legen Administratoren an; das Vorgehen beschreibt der Artikel Projekte – Administration.
Schlagworte
Schlagworte bieten eine zusätzliche, frei wählbare Klassifikation neben den Kategorien, beispielsweise für Branchen oder Technologie-Stacks. Sie erscheinen als Filter in der Projektübersicht und als Gruppierung in Auswertungen. Anlage der Schlagwort-Stammdaten und die Einstellung, mit der auch Projektleitungen eigene Schlagworte ergänzen dürfen, beschreibt der Artikel Projekte – Administration.
Farbe
Mit der Farbe weisen Sie dem Projekt eine Kennfarbe zu. ZEP färbt damit die Projektzeit-Buchungen dieses Projekts in den Kalender- und Zeiterfassungs-Ansichten ein, sodass sich Buchungen verschiedener Projekte optisch schnell unterscheiden lassen. Die Vergabe ist optional und jederzeit änderbar.
Bemerkung
Die Bemerkung ist ein freier Notizbereich mit einfacher Text-Formatierung. Sie erscheint ausschließlich in der Projekt-Detailansicht und in keinem externen Dokument. Sinnvoll für interne Hinweise an die Projektleitung oder das Buchhaltungs-Team, etwa zu Sonderkonditionen, Vereinbarungen oder einem Verweis auf den Vertrag.
Zusatzattribute
Unterhalb der Bemerkung erscheinen die frei konfigurierbaren Zusatzattribute, sofern Ihr Unternehmen welche definiert hat. So lassen sich projektindividuelle Zusatzinformationen strukturiert erfassen und anschließend in der Projektübersicht als eigene Spalte einblenden. Wie Administratoren Zusatzattribute mit Feldtyp und Verhalten anlegen, beschreibt der Artikel Projekte – Administration.
Plan
Der Tab Plan bündelt die Soll-Werte des Projekts. Über sie erfolgt der spätere Plan-Ist-Vergleich in den Auswertungen Projektstand (Plan) und Gesamtstatus (Plan). Bei Pauschalabrechnung dienen die Planwerte zusätzlich als der in Rechnung zu stellende Betrag.
Hinweis: Der Tab Plan ist in ZEP Professional enthalten und kommt in ZEP Compact über das Zusatzmodul Projektplanung hinzu. Die reinen Plan-Preis-Felder (Arbeitsentgelt, Belege, Reisepauschalen) stehen ausschließlich in ZEP Professional zur Verfügung.
Plan Stunden
Unter Plan Stunden hinterlegen Sie das Stundenkontingent des Gesamtprojekts. Zwei Wege sind möglich:
Fix: Sie geben über die Checkbox Plan Stunden fix einen festen Wert für das Gesamtprojekt vor.
Dynamisch (dyn): Sie planen auf Vorgangsebene; ZEP summiert die Vorgangswerte auf und zeigt das Ergebnis kursiv mit dem Zusatz (dyn).
Sind unten mehr Stunden geplant als oben vorgegeben, weist ZEP auf eine Planungsdifferenz hin. Die Planstunden sind anschließend der Vergleichswert gegen die tatsächlich gebuchten Ist-Stunden.
Hinweis: Die dynamische Planung entsteht automatisch aus der Projekthierarchie. Lassen Sie das Feld Plan Stunden fix leer und vergeben Sie Planwerte auf Vorgangsebene (mit dem Zusatzmodul Ticketsystem zusätzlich auf Ticket- und Teilaufgabenebene), summiert ZEP diese Werte nach oben und zeigt das Ergebnis am Projekt kursiv mit dem Zusatz (dyn) an. So planen Sie von unten nach oben: Die Gesamt-Planstunden ergeben sich aus der Summe der Teilplanungen. Setzen Sie dagegen einen festen Wert, bleibt dieser maßgeblich, und ZEP warnt bei einer Planungsdifferenz, sobald die untergeordneten Werte ihn überschreiten.
Ist Stunden und Fakt. Ist Std
Die Felder Ist Stunden und Fakt. Ist Std sind reine Anzeigewerte und werden nicht manuell gepflegt. Ist Stunden zeigt alle auf das Projekt gebuchten Stunden, Fakt. Ist Std nur die fakturierbar gebuchten Stunden. Beide stellen den aktuellen Buchungsstand dem geplanten Kontingent gegenüber.
Überbuchung verhindern
Mit Überbuchung verhindern steuern Sie, ob mehr Stunden gebucht werden dürfen als geplant. Folgende Stufen stehen zur Wahl, jeweils wahlweise mit oder ohne Reisezeiten:
Nein: Es wird nicht verhindert, dass mehr als die geplanten Stunden erfasst werden.
Nur fakturierbare Zeiten: ZEP blockiert, sobald die fakturierbaren Ist-Stunden die Plan Stunden überschreiten.
Fakturierbare und nicht fakturierbare Zeiten: ZEP blockiert, sobald die gesamten Ist-Stunden die Plan Stunden überschreiten.
Zusätzlich können Sie einen Überbuchungsstopp pro Tag setzen, also eine maximale Stundenzahl pro Tag, sofern auf Projektebene überhaupt ein Überbuchungsstopp aktiv ist.
Vorsicht: Überschreitet eine Zeitbuchung die Planzahlen, schlägt das Speichern fehl und die Zeit wird nicht gespeichert. Die erfassende Person sieht die Meldung „Diese Zeit kann nicht gebucht werden, da dadurch die Plan Stunden des Projekts/Vorgangs überschritten würden." Zusätzlich benachrichtigt ZEP automatisch per E-Mail, und zwar in dieser Reihenfolge:
die Projektleitung mit Budgetverantwortung des Projekts,
ersatzweise die Projektleitung ohne Budgetverantwortung,
ersatzweise die Abteilungsleitung des Projekts (mit Zusatzmodul Standorte und Abteilungen),
ersatzweise alle Administratoren.
Hinweis: Damit Mitarbeitende ihren verbleibenden Spielraum sehen, aktivieren Administratoren die Anzeige der Planstunden bei der Zeiterfassung. Mitarbeitende rufen die aktuellen Plan- und Ist-Zahlen dann über das Info-Symbol neben dem Vorgang ab. Die zugehörige Einstellung beschreibt der Artikel Projekte – Administration.
Benachrichtigung bei prozentualem Erreichen der Planstunden
Hier legen Sie projektspezifisch fest, ob und wann die Projektleitung mit Budgetverantwortung benachrichtigt wird, sobald die gebuchten Ist-Stunden einen bestimmten Prozentsatz der Plan Stunden erreichen. Je nach Konfiguration zählen dabei nur die fakturierbar gebuchten oder alle Stunden. Drei Einstellungen stehen zur Wahl:
Standardeinstellung: Es gelten die global in der Administration hinterlegten Prozent-Schwellwerte.
Keine E-Mail: Für dieses Projekt wird keine Benachrichtigung versendet.
Spezielle Einstellung: Sie definieren bis zu drei eigene Prozent-Schwellwerte, etwa 70, 90 und 100 Prozent als gestuftes Frühwarnsystem.
Geprüft wird bei jeder Zeitbuchung auf Vorgangs- und auf Projektebene; pro Schwellwert können also bis zu zwei E-Mails ausgelöst werden. Voraussetzung ist, dass für das Projekt oder den Vorgang Plan Stunden hinterlegt sind. Findet ZEP keine Projektleitung mit Budgetverantwortung, greift dieselbe Fallback-Kette wie bei der Überbuchung (Projektleitung ohne Budgetverantwortung, dann Abteilungsleitung, dann Administratoren).
Hinweis: Die globalen Schwellwerte und das Standardverhalten dieser Benachrichtigung legen Administratoren zentral fest. Die zugehörige Einstellung beschreibt der Artikel Projekte – Administration.
Plan Arbeitsentgelt
Das Plan Arbeitsentgelt ist der geplante fakturierbare Umsatz aus der Arbeitszeit, berechnet aus geplanten Stunden mal Stundensatz, oder bei Pauschalprojekten der Pauschalpreis für das Arbeitsentgelt. Der Wert kann fix für das Gesamtprojekt oder dynamisch je Vorgang vergeben werden. Für einen Rabatt geben Sie ein Minuszeichen direkt vor dem Betrag ein.
Das Plan Arbeitsentgelt ist der Soll-Wert für den Umsatz-Vergleich: ZEP stellt es in den Auswertungen Projektstand (Plan) und Gesamtstatus (Plan) dem tatsächlich erzielten Umsatz gegenüber. Bei Pauschalprojekten ist es zugleich der für die Arbeitszeit in Rechnung zu stellende Betrag. Wie bei den Plan Stunden zeigt ZEP einen aus den Vorgängen aggregierten Wert kursiv mit dem Zusatz (dyn) an.
Plan Belege, km-Geld und Reisepauschalen
In diesen Feldern planen Sie die fakturierbaren Nebenkosten des Projekts:
Belege und km-Geld: geplanter Betrag für Spesen und Fahrtkosten, fix für das Gesamtprojekt oder je Vorgang planbar.
VMA / Anreisepauschalen: geplanter Betrag für Verpflegungsmehraufwendungen und pauschale Anreisekosten, nur einmal für das Gesamtprojekt berechnet.
Auch diese Plan-Werte fließen in die Auswertungen Projektstand (Plan) und Gesamtstatus (Plan) ein und dienen dem Soll-Ist-Vergleich der Nebenkosten. Bei Pauschalprojekten bilden sie zusammen mit dem Plan Arbeitsentgelt den Gesamt-Pauschalpreis (Arbeitsentgelt plus Belege und km-Geld plus Reisepauschalen).
Kunde & Abrechnung
Der Tab Kunde & Abrechnung bündelt die kaufmännischen Felder des Projekts: die Kundenzuordnung, die Adressen für die Faktura und die Abrechnungslogik.
Hinweis: Der Tab Kunde & Abrechnung ist in ZEP Compact und ZEP Professional verfügbar; in ZEP Clock erscheint er nicht. Einzelne Felder werden zusätzlich durch die Zusatzmodule Rechnungsstellung, Umsätze und Kosten oder den Bereich Export für Buchhaltung freigeschaltet und sind im jeweiligen Feld gekennzeichnet.
Kunde
Über Kunde ordnen Sie das Projekt einem Auftraggeber zu oder kennzeichnen es als internes Projekt ohne Kundenzuordnung. Aus der Zuordnung werden Rechnungsadresse, Steuersatz und Preislogik vorbelegt. Eine spätere Änderung ist möglich, kann aber bestehende Vorbelegungen überschreiben; bei laufenden Faktura-Vorgängen ist Vorsicht geboten. Ist die Rechnungsstellung an mehrere Kunden aktiv, erscheint hier der primäre Kunde. Die Stammdaten der auswählbaren Kunden pflegen Sie in der Kundenverwaltung; das Anlegen beschreibt der Artikel Kunden anlegen, bearbeiten und löschen.
Hinweis: Die Wahl zwischen internem und externem Projekt hat weitreichende Folgen für die verfügbaren Felder:
Externes Projekt (mit Kunde): Rechnungs- und Lieferadresse, Kunden-Ansprechpartner, Preislogik und die Faktura-Felder stehen zur Verfügung, das Projekt kann abgerechnet werden.
Internes Projekt (ohne Kunde): die kunden- und fakturabezogenen Felder entfallen. Interne Projekte sind grundsätzlich nicht fakturierbar und dienen der internen Zeiterfassung, etwa für Urlaub, interne Meetings oder Weiterbildung.
Kunden-Ansprechpartner
Der Kunden-Ansprechpartner wird aus der Liste aller Ansprechpartner des zugeordneten Kunden gewählt. Bei der Abrechnung des Projekts wird diese Person als Rechnungsempfänger vorbelegt. Neue Ansprechpartner pflegen Sie nicht hier, sondern direkt am Kundendatensatz in der Kundenverwaltung, von wo die Liste gespeist wird.
Kundenauftrag
Im optionalen Feld Kundenauftrag hinterlegen Sie eine Auftrags- oder Projektbezeichnung, unter der das Projekt beim Kunden bekannt ist. Dieser Wert erscheint auf den Auswertungen Projektumsatz und Kundenumsatz sowie auf der Rechnung, sodass Ihr Kunde die Rechnung leichter dem eigenen Auftrag zuordnen kann.
Bestellnummer und Auftragsnummer
Die Felder Bestellnummer und Auftragsnummer nehmen die kundenseitigen Referenznummern des Projekts auf. Beide stehen als konfigurierbare Spalten in der Projektübersicht zur Verfügung und können auf der Rechnung ausgegeben werden, was die Zuordnung im Bestellwesen größerer Kunden erleichtert.
Erlöskonto
Über das Erlöskonto ordnen Sie den Projektumsatz einem Buchhaltungskonto für die Übergabe an die externe Buchhaltung zu. Das ermöglicht eine getrennte Umsatz-Auswertung nach Geschäftsfeldern oder Ergebniseinheiten. Pro Erlöskonto lassen sich die Umsätze anschließend gezielt im Buchhaltungs-Export filtern und an das Finanzsystem übergeben.
Hinweis: Das Feld Erlöskonto erscheint nur, wenn der Bereich Export für Buchhaltung aktiv ist und dem Projekt ein Kunde zugeordnet ist. Die Erlöskonten pflegen Administratoren in der Kollektion Export für Buchhaltung.
Rechnungsadresse und Lieferadresse
Die Rechnungsadresse und die Lieferadresse werden standardmäßig aus den Kundendaten übernommen (Auswahl - Kunden Rechnungsadresse - bzw. - Kunden Lieferadresse -). Nur wenn die Rechnungen dieses Projekts an eine abweichende Adresse gehen sollen, wählen Sie eine andere Adresse aus der Kunden-Adressliste. Die Adressen selbst pflegen Sie in der Kundenverwaltung.
Hinweis: Die Felder Rechnungsadresse und Lieferadresse erscheinen mit dem Zusatzmodul Rechnungsstellung. Die Adresse einer einzelnen Rechnung lässt sich davon unabhängig zum Zeitpunkt der Abrechnung jederzeit anpassen.
Rechnungsstellung an mehrere Kunden
Mit der Option Rechnungsstellung an mehrere Kunden ordnen Sie einem Projekt mehrere Kunden zu, etwa bei Konsortien oder geteilten Aufträgen. Der primäre Kunde bleibt der Hauptansprechpartner, die weiteren Kunden werden anteilig abgerechnet. Die Verwaltung der zugeordneten Kunden erfolgt anschließend im Sub-Bereich Abrechnungseinstellungen des Projekts.
Hinweis: Die Option Rechnungsstellung an mehrere Kunden ist mit dem Zusatzmodul Rechnungsstellung verfügbar. Sobald dem Projekt mehrere Kunden zugeordnet sind, lässt sich die Einstellung nicht mehr zurücknehmen.
Sprache und Währung
Die Sprache steuert, welche Texte, etwa Rechnungstexte, für dieses Projekt automatisch verwendet werden. Die Währung wird bei der Faktura und in den Auswertungen herangezogen; Belege in anderen Währungen werden automatisch in die Projektwährung umgerechnet, und die Projektpreistabellen verstehen sich in dieser Währung. Beide Werte werden vom Kunden vorbelegt und können je Projekt überschrieben werden.
Kostenstelle und Kostenträger
Kostenstelle und Kostenträger ordnen das Projekt der internen Kosten- und Leistungsrechnung zu und werden beim Export an die externe Buchhaltung verwendet. Die Kostenstelle wählen Sie aus den Stammdaten, der Kostenträger wird je nach Konfiguration als Nummer oder Freitext erfasst.
Hinweis: Die Felder Kostenstelle und Kostenträger erscheinen nur mit aktivem Bereich Export für Buchhaltung und wenn dort die Einstellung Kostenstelle je Projekt aktiviert ist. Sonst werden die Werte abteilungs- oder mitarbeiterbezogen hergeleitet.
Abrechnungsart
Die Abrechnungsart ist die Standard-Verrechnungslogik für alle Vorgänge des Projekts und steuert, welche weiteren Felder im Tab erscheinen. Sie bestimmt, ob eine Preisliste benötigt wird und wie fakturierbare Ist-Stunden, Belege und Reisekosten abgerechnet werden.
Folgende Abrechnungsarten stehen zur Wahl:
Pauschal: Der Pauschalpreis wird unter Plan Arbeitsentgelt angegeben, eine Preisliste wird nicht benötigt. Geeignet für Festpreis-Aufträge mit vorab vereinbartem Betrag.
Im Aufwand nach Stundensatz: Das Projekt benötigt eine Preisliste mit Stundensätzen. Die fakturierbaren Ist-Stunden werden gemäß Projekt-Preisliste abgerechnet, hinzu kommt der fakturierbare Betrag der gebuchten Belege. Km-Geld, Verpflegungsmehraufwendungen und Anreisepauschalen werden gemäß dem gewählten Abrechnungsformat berücksichtigt.
Im Aufwand nach Tagessatz: Das Projekt benötigt eine Preisliste mit Tagessätzen. Die fakturierbaren Ist-Stunden werden über die hinterlegten Tagessatzanteile in Tagessätze umgerechnet und nach der Projekt-Preisliste abgerechnet. Optional tragen Sie die Anzahl angebotener Tagessätze ein, sofern die Vorgänge nicht einzeln abgerechnet werden.
Beispiel: Zahlt der Kunde die Arbeitszeit pauschal, die Reisen aber im Aufwand, legen Sie das Projekt im Aufwand an und ergänzen einen Vorgang Reisen, auf den nur Fahrtkosten und Reisebelege gebucht werden. Umgekehrt lässt sich ein Pauschalprojekt auch dann führen, wenn sämtliche Vorgänge im Aufwand erfasst werden.
Vorgänge einzeln abrechnen
Mit der Checkbox Vorgänge einzeln abrechnen rechnen Sie die Vorgänge eines Projekts getrennt mit jeweils eigenen Beträgen ab, statt gesammelt für das Gesamtprojekt. Das ist sinnvoll bei gemischten Projekten, in denen einzelne Vorgänge eine vom Projekt abweichende Abrechnungsart haben, etwa eine Pauschal-Konzeption gefolgt von Aufwands-Implementierungen.
Vorsicht: Sobald für einen Vorgang eine Rechnungsposition angelegt wurde, lässt sich die Einstellung Vorgänge einzeln abrechnen nicht mehr ändern. Löschen Sie zuerst die betreffende Rechnungsposition, wenn Sie die Abrechnungslogik nachträglich umstellen müssen.
Standardmäßig haben alle Vorgänge die Abrechnungsart wie Projekt, das Projekt wird dann als Ganzes abgerechnet. Sobald mindestens ein Vorgang eine abweichende Abrechnungsart hat oder Sie diese Option aktivieren, setzt sich die Gesamtabrechnung aus den einzelnen Vorgangsabrechnungen zusammen. Dabei gilt:
Jede Vorgangsabrechnung enthält die Beträge für Arbeitsentgelt, Belege und km-Geld.
Verpflegungsmehraufwendungen und Anreisepauschalen werden nur einmal für das Gesamtprojekt berechnet, nicht je Vorgang.
Bei Abrechnung nach Tagessatz wird der Tagessatz ausschließlich aus den Stunden ermittelt, die auf diesen einen Vorgang gebucht wurden.
Beispiel: Werden an einem Tag 6 Stunden auf Vorgang 1 und 6 Stunden auf Vorgang 2 gebucht, ergibt das bei Einzelabrechnung 0,75 plus 0,75 Tagessätze. Ohne Einzelabrechnung zählt das Projekt insgesamt einen vollen Tagessatz (bei der Beispielregel: bis 6 Stunden 0,75 Tagessätze, mehr als 6 Stunden ein voller Tagessatz).
Hinweis: Wird nach Tagessatz abgerechnet und sind die Vorgänge nicht einzeln abgerechnet, kann ein Mitarbeitender an einem Tag Stunden auf mehrere Vorgänge mit unterschiedlichen Preisgruppen buchen. Für die Preisgruppe dieses Tages zählt dann der Vorgang, auf den die meisten Stunden gebucht wurden; bei Gleichstand gilt die Preisgruppe mit dem höheren Tagessatz.
Angebotene Tagessätze
Das Feld Angebotene Tagessätze erscheint bei Abrechnung nach Tagessatz, sofern die Vorgänge nicht einzeln abgerechnet werden. Hier tragen Sie die Anzahl der geplanten oder angebotenen Tagessätze ein. Der Wert wird in der Auswertung Projektstand Plan als geplanter Vergleichswert für das Gesamtprojekt berücksichtigt.
Werden die Vorgänge einzeln abgerechnet, ist hier keine Eingabe möglich; die angebotenen Tagessätze hinterlegen Sie dann je Vorgang. So bleibt der geplante Tagessatz-Umfang auch bei gemischten Projekten korrekt dem jeweiligen Vorgang zugeordnet.
Adresse
Der Tab Adresse nimmt die geografischen Angaben zum Projekt sowie einen Hyperlink auf eine externe Ressource auf. Diese Felder sind optional und dienen der Dokumentation und der schnellen Navigation, etwa zu einem verknüpften CRM-Eintrag oder einem Vertragsdokument.
Land und Bundesland
In den Feldern Land und Bundesland erfassen Sie optional den geografischen Bezug des Projekts. Die Angabe ist vor allem dort sinnvoll, wo Projekte über mehrere Standorte oder Länder hinweg geführt werden und in Auswertungen oder Reisekosten-Kontexten geografisch eingeordnet werden sollen.
URL
Im Feld URL hinterlegen Sie einen beliebigen Hyperlink zum Projekt, beispielsweise auf eine Salesforce-Opportunity, ein Vertragsdokument oder einen Projektraum. In der Projektübersicht wird der Link als Symbol dargestellt; ein Klick darauf öffnet die hinterlegte Adresse, der Tooltip zeigt die vollständige URL.
XRechnung
Der Tab XRechnung erscheint ausschließlich dann, wenn beim zugeordneten Kunden ein maschinenlesbares Rechnungsformat (XRechnung oder ZUGFeRD) hinterlegt ist. Er nimmt die Pflichtangaben auf, die für die elektronische Rechnungsstellung an öffentliche Auftraggeber sowie an viele Konzernkunden erforderlich sind. Folgende Felder stehen zur Verfügung:
Projektreferenz und Vertragsreferenz zur Zuordnung der Rechnung beim Empfänger.
Vergabenummer und Objektnummer für öffentliche Ausschreibungen und Bauvorhaben.
Paymentterms für die hinterlegten Zahlungsbedingungen sowie ein Freitext-Feld für ergänzende Angaben.
Da diese Angaben Bestandteil des elektronischen Rechnungsformats sind, sollten Sie sie vollständig pflegen, bevor die erste XRechnung für das Projekt erzeugt wird.
Hinweis: Der Tab XRechnung setzt das Zusatzmodul Rechnungsstellung voraus und erscheint nur, wenn beim zugeordneten Kunden XRechnung oder ZUGFeRD aktiviert ist. Die Einrichtung des elektronischen Rechnungsformats beschreiben die Artikel Projekteinstellungen – Rechnungsstellung und Maschinenlesbare Rechnungsformate.






