Die Salesforce-Schnittstelle überträgt Kunden, Ansprechpartner und Opportunities aus Salesforce nach ZEP. Salesforce ist dabei das führende System für alle importierten Datensätze.
Richtung Daten: Salesforce → ZEP
Produktlinienverfügbarkeit
Hinweis: Die Salesforce-Schnittstelle ist in ZEP Track, ZEP Control, ZEP Operations und ZEP Business enthalten.
Die Einrichtung und Konfiguration ist Administratoren vorbehalten.
Voraussetzungen
Für die Einrichtung benötigen Sie:
Salesforce-Zugangsdaten für einen der beiden Anmeldewege. Für OAuth 2.0 (empfohlen) sind das My-Domain-URL (OAuth), Consumer-Schlüssel (OAuth) und Consumer-Geheimnis (OAuth), für die Legacy-Anmeldung (Token) Benutzername, Kennwort und Sicherheitstoken. Die Auswahl zwischen beiden Wegen erscheint nur, solange noch Legacy-Zugangsdaten gespeichert sind. Richten Sie die Schnittstelle neu ein oder ist die Umstellung auf OAuth abgeschlossen, zeigt ZEP ausschließlich die OAuth-Felder
Administrator-Zugang in ZEP
Zugang zu Administration > Schnittstellen > Schnittstellen Marktplatz
Vorsicht: Salesforce schränkt die Anmeldung per Benutzername, Kennwort und Sicherheitstoken schrittweise ein. Ab dem Salesforce-Release Winter ’27 braucht der verwendete Salesforce-Benutzer zusätzlich die Berechtigung Beliebige API-Authentifizierung verwenden, mit Sommer ’27 schaltet Salesforce diesen Anmeldeweg ganz ab. Das sind Releasenamen von Salesforce und keine Kalenderjahre, die Termine liegen also früher als die Jahreszahl vermuten lässt. Stellen Sie bestehende Verbindungen rechtzeitig auf OAuth 2.0 um, sonst bricht der Abgleich ab.
Schnittstelle einrichten
ZEP meldet sich per OAuth 2.0 bei Salesforce an. Die frühere Anmeldung mit Benutzername, Kennwort und Security Token schränkt Salesforce ab Winter '27 ein und schaltet sie im Sommer '27 ab.
Schritt 1: App in Salesforce anlegen
Öffnen Sie im Setup „OAuth- und OpenID Connect-Einstellungen“ und aktivieren Sie „Flows für Autorisierungscode und Anmeldeinformationen zulassen“.
Öffnen Sie im Setup den „Externer Client-App-Manager“ und klicken Sie auf „Neue externe Client-App“. Tragen Sie einen Namen (z. B. ZEP) und eine Kontakt-E-Mail ein und wählen Sie als Verteilungsstatus „Lokal“.
Aktivieren Sie „OAuth-Einstellungen aktivieren“:
Callback-URL: beliebig, z. B.
https://localhost(wird nicht verwendet)OAuth-Bereich: „Benutzerdaten über APIs verwalten (api)“
„Client Credentials Flow aktivieren“
Aktivieren Sie unter „Richtlinien“ ebenfalls den Client Credentials Flow und wählen Sie bei „Ausführen als“ einen Salesforce-Benutzer aus. ZEP liest die Daten mit den Rechten dieses Benutzers, er braucht daher Lesezugriff auf Accounts, Kontakte und Opportunities.
Öffnen Sie unter „Einstellungen“ → „OAuth-Einstellungen“ den Punkt „Consumer-Schlüssel und Geheimnis“ und kopieren Sie beide Werte.
Hinweis: Bei einer neu angelegten App kann es einige Minuten dauern, bis die Anmeldung funktioniert.
Schritt 2: Zugangsdaten in ZEP eintragen
Rufen Sie Administration > Schnittstellen > Schnittstellen Marktplatz auf, öffnen Sie bei Salesforce die Einstellungen und tragen Sie ein:
My-Domain-URL: die Adresse Ihrer Salesforce-Org, z. B.
https://firma.my.salesforce.com. Sie finden sie in Salesforce unter Setup > My Domain. Nichtlogin.salesforce.comverwenden.Consumer-Schlüssel
Consumer-Geheimnis
Nach dem Speichern kann der Import gestartet werden.
Bestehende Anbindung umstellen
Nutzen Sie noch die Anmeldung mit Benutzername, Kennwort und Token, wählen Sie in den Einstellungen „OAuth 2.0 (empfohlen)“, tragen Sie die drei Werte aus Schritt 2 ein und speichern Sie. Sobald die Anmeldung per OAuth einmal erfolgreich war, stellt ZEP dauerhaft auf OAuth um und löscht Benutzername, Kennwort und Token. Bis dahin können Sie jederzeit zurück auf „Legacy-Anmeldung (Token)“ wechseln.
Optionale Einschränkung des Importumfangs
Sie können steuern, welche Salesforce-Accounts nach ZEP übertragen werden: Legen Sie dazu in Salesforce ein benutzerdefiniertes Feld mit dem Namen „ZEP“ an. Nur Accounts, bei denen dieses Feld deaktiviert ist (Wert false), werden vom Import ausgeschlossen. Ist das Feld aktiviert oder leer, wird der Account importiert.
Salesforce erstellt beim Anlegen automatisch den API-Namen ZEP__c – dieser Name darf nicht geändert werden.
Datenübertragung
Die Salesforce-Schnittstelle überträgt verschiedene Datenobjekte zwischen beiden Systemen.
Accounts als Kunden
ZEP importiert folgende Felder aus Salesforce-Accounts in die ZEP-Kundenstammdaten:
Salesforce (Accounts) | ZEP (Kundendaten) |
Accountnummer | KNr |
IsDeleted | aktiv/inaktiv |
Accountname | Name |
Straße (Rechnungsanschrift), Bundesland | Adresszeilen |
PLZ (Rechnungsanschrift) | PLZ |
Stadt (Rechnungsanschrift) | Ort |
Land (Rechnungsanschrift) | Land |
Telefon | Telefon |
Fax | Fax |
Webseite | WWW |
Beschreibung | Bemerkung |
Hinweis: Salesforce ist das führende System. Importierte Kundendaten können in ZEP nicht geändert werden, solange die Verbindung zu Salesforce besteht. Zusätzlich wird die Lieferadresse synchronisiert. Die Standardadresse wird als Rechnungsadresse gesetzt.
Kontakte als Ansprechpartner
Salesforce-Kontakte werden als Kunden-Ansprechpartner in ZEP importiert. Die folgende Tabelle zeigt, welches Salesforce-Feld in welches ZEP-Feld übernommen wird. Felder, die Salesforce anders benennt als ZEP, sind dabei mitaufgeführt, damit Sie die Zuordnung nachvollziehen können:
Salesforce (Kontakte) | ZEP (Kunden-Ansprechpartner) |
Salutation | Anrede, aus den Werten Mr., Ms. und Mrs. abgeleitet |
Vorname | Vorname |
Nachname | Name |
Titel | Berufsbezeichnung |
Telefon | Tel |
Fax | Fax |
Mobiltelefon | Handy |
Beschreibung | Bemerkung |
Opportunities als Projekte
Salesforce-Opportunities können automatisch als Projekte in ZEP angelegt werden. Konfigurieren Sie dazu in den Schnittstelleneinstellungen, bei welchen Opportunity-Phasen ZEP ein Projekt erstellen soll.
Folgende Salesforce-Phasen stehen zur Auswahl:
Prospecting
Qualification
Needs Analysis
Value Proposition
Id. Decision Makers
Perception Analysis
Proposal/Price Quote
Negotiation/Review
Closed Won
Closed Lost
Aktivieren Sie die Phasen, bei deren Erreichen ZEP automatisch ein neues Projekt anlegen soll. Wird eine Opportunity in Salesforce in eine der ausgewählten Phasen verschoben, legt ZEP beim nächsten Import ein zugehöriges Projekt an.
Synchronisation einrichten
Die Synchronisation richtet sich in ZEP über Administration > System > Tasks ein. Legen Sie dort eine neue Task Salesforce-Import an, um den Import automatisch in regelmäßigen Abständen auszuführen.
Über die Einstellung Kunden Import legen Sie fest, was der nächste Import-Lauf überträgt:
Kompletter Import: Überträgt alle Datensätze aus Salesforce. Beim ersten Import ist nur diese Option verfügbar.
Nur Änderungen seit dem letzten erfolgreichen Lauf: Überträgt nur Datensätze, die seit dem letzten vollständigen Import geändert wurden. Steht erst nach einem ersten vollständigen Import zur Verfügung.
Den Import können Sie jederzeit manuell anstoßen: unter Administration > System > Tasks über die Aktion Task jetzt ausführen. Salesforce ist das führende System für alle importierten Daten. Änderungen nehmen Sie direkt in Salesforce vor.
Um die Verbindung eines Kunden zu Salesforce zu lösen, klicken Sie in den Kundenstammdaten auf Kennzeichnung als Salesforce Kunde entfernen. Die Verbindung lässt sich jederzeit über Aus Salesforce-Kunden importieren wiederherstellen.
Werden einzelne Accounts übersprungen, z. B. weil die Accountnummer fehlt, endet der Import mit dem Status Warnung. Alle übrigen Daten sind trotzdem importiert, die übersprungenen Accounts stehen im Log.
