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Jira

Verbinden Sie ZEP mit Jira und importieren Sie Projekte, Epics und Issues automatisch als ZEP-Kunden, Projekte, Vorgänge oder Tickets.

Verfasst von Gideon Weller

Mit der Jira-Schnittstelle übernehmen Sie Strukturen aus Jira in ZEP – von Spaces über Epics bis zu Issues. Jira bleibt dabei das führende System für die übertragenen Strukturen. Je nach Bedarf können Jira-Spaces als ZEP-Kunden abgebildet werden (typisch für Beratungsunternehmen) oder als ZEP-Projekte (typisch für interne IT-Teams).

Richtung Daten: Jira → ZEP

Produktlinienverfügbarkeit

Hinweis: Die Jira-Schnittstelle ist in ZEP Compact und ZEP Professional verfügbar. In ZEP Clock ist die Schnittstelle nicht enthalten. Die Buchung erfolgt kostenpflichtig über das Self-Service-Tool.

Die Einrichtung und Konfiguration ist Administratoren vorbehalten.

Voraussetzungen

Für die Einrichtung benötigen Sie:

  • Zugriff auf den Schnittstellenmarktplatz in ZEP

  • Eine Jira-E-Mail-Adresse mit Administratorrechten auf der Atlassian-Domain

  • Einen Jira-API-Token – erstellt in Atlassian unter id.atlassian.com/manage-profile/security/api-tokens (Create API token → kopieren)

  • Die Atlassian-Domain Ihres Unternehmens (z. B. firma.atlassian.net)

Hinweis: Die Schnittstelle ist ausschließlich mit Jira Software (Jira Projektmanagement) von Atlassian kompatibel – nicht mit anderen Jira-Produkten wie Jira Service Management.

Schnittstelle einrichten

Öffnen Sie in ZEP Administration > Schnittstellen > Schnittstellenmarktplatz. Wählen Sie Jira aus und klicken Sie auf Hinzufügen. Sie werden anschließend durch den Buchungsprozess im Self-Service-Tool geführt. Nach der Buchung erscheint die Jira-Schnittstelle in Ihrer Schnittstellenübersicht und kann konfiguriert werden.

Tragen Sie in den Einstellungen folgende Zugangsdaten ein:

  • Jira Host: Die Atlassian-Domain Ihres Unternehmens (z. B. firma.atlassian.net)

  • Benutzername: Die E-Mail-Adresse des Jira-Administrators

  • Passwort: Der Jira-API-Token

Klicken Sie anschließend auf Test Connection, um die Verbindung zu prüfen. Erst wenn der Test erfolgreich ist, wechselt der Status von „inaktiv“ auf „aktiv“.

Datenmapping konfigurieren

Das Herzstück der Schnittstelle: Sie legen über Dropdowns in den Einstellungen fest, wie Jira-Elemente auf ZEP-Strukturen abgebildet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

Jira-Element

Mögliche Abbildung in ZEP

Space (Jira-Projekt)

ZEP-Projekt, ZEP-Kunde oder keine Zuordnung

Epic

ZEP-Projekt, ZEP-Vorgang oder keine Zuordnung

Issue (mit Parent-Epic)

ZEP-Vorgang oder ZEP-Ticket (folgt der Epic-Zuordnung)

Issue (ohne Parent-Epic)

ZEP-Vorgang, ZEP-Ticket (Fallback) oder keine Zuordnung

Hinweis: Spaces und Epics können nicht gleichzeitig auf ZEP-Projekte abgebildet werden. Wenn Sie Spaces als Projekte importieren, können Epics nur als Vorgänge oder mit „keine Zuordnung“ übernommen werden.

Spaces

Jira-Spaces entsprechen Jira-Projekten. Sie können jeden Space als ZEP-Projekt oder ZEP-Kunden anlegen lassen. Bei der Zuordnung als Kunde wird die Kundennummer automatisch aus dem konfigurierten Präfix und dem Jira-Key gebildet (z. B. jira_knr_PROJ-1). Spaces ohne gewünschte Zuordnung belassen Sie auf „keine Zuordnung“.

Epics

Epics werden unter dem Ergebnis ihres übergeordneten Space eingeordnet. Sie können als ZEP-Projekt oder ZEP-Vorgang angelegt werden. Da Spaces und Epics nicht gleichzeitig auf ZEP-Projekte abgebildet werden können, ist die Zuordnung Epic → Projekt nur dann möglich, wenn der übergeordnete Space nicht ebenfalls als Projekt importiert wird.

Issues

Issues folgen automatisch der Zuordnung ihres Parent-Epics: Wurde das Epic als ZEP-Projekt importiert, wird das Issue als ZEP-Vorgang angelegt. Wurde das Epic als ZEP-Vorgang importiert, wird das Issue als ZEP-Ticket angelegt.

Issues ohne Parent-Epic

Issues, die in Jira keinem Epic zugeordnet sind, können ohne Sonderkonfiguration nicht importiert werden. Damit diese nicht verloren gehen, können Sie ein Standardziel wählen: ein Standard-ZEP-Projekt (Issues werden als Vorgänge angelegt) oder einen Standard-ZEP-Vorgang (Issues werden als Tickets angelegt). Alle Issues ohne Epic — auch aus verschiedenen Jira-Spaces — landen dann in diesem einen Standardziel und müssen dort gegebenenfalls manuell weiter zugeordnet werden. Alternativ können Issues ohne Epic auch übersprungen werden.

Sollen Issues ohne Epic je nach Jira-Space in unterschiedliche ZEP-Projekte landen — zum Beispiel Helpdesk-Tickets in ein eigenes ZEP-Projekt und übrige Issues in ein anderes — empfiehlt sich folgender Workaround: Legen Sie in Jira pro gewünschtem Parent-Projekt ein Epic an (etwa ein Epic Helpdesk) und hängen Sie die jeweiligen Issues dort ein. Das Epic wird dann als ZEP-Projekt importiert und die untergeordneten Issues werden diesem Projekt als Vorgänge zugeordnet.

Parent-Epic noch nicht importiert

Ist das Parent-Epic zum Zeitpunkt des Syncs noch nicht in ZEP vorhanden (z. B. weil es gelöscht, archiviert oder außerhalb des 12-Wochen-Rückblicks liegt), wird das Issue sicher übersprungen und als Warnung im Protokoll vermerkt. Es wird nie an ein falsches Parent gehängt und der Sync läuft weiter. Beim nächsten Lauf versucht ZEP das Issue erneut, sobald das Epic in ZEP verfügbar ist – kein Nutzereingriff nötig.

Informationen je Jira-Issue

Beim Import eines Issues werden die folgenden Informationen aus Jira in ZEP-Felder übernommen. Diese Felder werden bei jeder Synchronisation aktualisiert — Status, Priorität, Start- und Fälligkeitsdatum spiegeln so stets den aktuellen Stand in Jira wider. Die Zuordnung von Ersteller und Beauftragtem erfolgt automatisch anhand der E-Mail-Adresse.

ZEP-Feld

Quelle in Jira

Kurzform

Issue-Summary (Titel des Jira-Issues)

Bezeichnung

erster Inhalts-Block der Issue-Description

Status

Issue-Status

Priorität

Issue-Priority

Erstellungsdatum

Issue-Feld Created

Änderungsdatum

Issue-Feld Updated

Start-Datum

Custom Field Start Date (Jira-Feldname exakt)

Fälligkeitsdatum

Issue-Feld Due Date, sofern gesetzt

Ersteller

Issue-Reporter, gematched über E-Mail-Adresse mit ZEP-Mitarbeitenden

Beauftragter

Issue-Assignee, gematched über E-Mail-Adresse mit ZEP-Mitarbeitenden

Übergeordnetes Projekt / Epic

Parent-Relation des Issues

Damit das Start-Datum sauber übernommen wird, muss in Jira ein Custom Field mit dem exakten Namen Start Date existieren — die Schnittstelle sucht in Jira gezielt nach diesem Feldnamen. Existiert das Feld in Ihrer Jira-Konfiguration nicht oder ist es anders benannt, wird das Start-Datum nicht übertragen, und Projekte, Vorgänge und Tickets erhalten stattdessen das Datum der Synchronisation als Startdatum.

Worklogs als Zeiten übernehmen

Beim Import eines Issues überträgt die Schnittstelle automatisch auch die zugehörigen Jira-Worklogs und wandelt sie in Anwesenheitsbuchungen in ZEP um. Die Tätigkeit, auf die die Zeiten gebucht werden, legen Sie einmalig in den Einstellungen fest.

ZEP berücksichtigt dabei folgende Regeln:

  • Die Mitarbeiterzuordnung erfolgt zunächst über die E-Mail-Adresse; bei Nichtübereinstimmung über Vor- und Nachname.

  • Überschreitet ein Worklog die Tageskapazität (Regelarbeitszeit) des Mitarbeiters, wird die verbleibende Zeit auf den nächsten Arbeitstag übertragen – so gehen auch lange Buchungen nicht verloren.

  • ZEP sucht pro Tag freie Zeitfenster zwischen 08:00 und 23:59 Uhr und überspringt bereits belegte Slots – es entstehen keine Doppelbuchungen.

  • Wochenenden, gesetzliche Feiertage und Abwesenheitstage werden automatisch übersprungen.

  • Mitarbeitende, die an dem betreffenden Tag nicht beschäftigt waren, werden übersprungen.

  • Geschlossene Monate werden nicht bebacht.

  • Lässt sich kein freier Slot finden, wird der Grund im Protokoll vermerkt und der restliche Import läuft weiter.

Tipp: Achten Sie darauf, dass die E-Mail-Adressen der Jira-Nutzer mit denen der Mitarbeitenden in ZEP übereinstimmen – das ist die zuverlässigste Methode für die automatische Zuordnung.

Synchronisation und Protokoll

Die Schnittstelle synchronisiert automatisch stündlich. Der Import ist inkrementell: ZEP überträgt nur Daten, die seit dem letzten erfolgreichen Sync geändert wurden — als Referenz-Zeitpunkt gilt der letzte erfolgreiche Sync minus eine Woche als Sicherheitspuffer. Eine manuelle Synchronisation lässt sich jederzeit über Jetzt synchronisieren anstoßen.

Beim initialen Einrichten der Schnittstelle gilt ein Rückblick von maximal 12 Wochen: ZEP importiert nur Epics und Issues, die in den letzten 12 Wochen in Jira erstellt oder aktualisiert wurden. Ältere Strukturen werden nicht automatisch übernommen und müssen bei Bedarf in Jira aktualisiert (damit sie ins 12-Wochen-Fenster fallen) oder manuell in ZEP nachgeführt werden. Wenn nach dem ersten Sync weniger Epics oder Issues in ZEP erscheinen als erwartet, ist meistens das 12-Wochen-Fenster die Ursache.

Die Synchronisation läuft in einer festen, verketteten Reihenfolge ab: Spaces werden zuerst importiert, dann Epics, zuletzt Issues. Jede Stufe startet erst, wenn die vorherige erfolgreich abgeschlossen wurde. Schlägt eine Stufe fehl, werden die abhängigen Schritte abgebrochen – so entstehen keine halb importierten Datensätze.

Jeder Sync-Lauf erzeugt einen Protokolleintrag mit folgenden Zählern:

  • processed: Gesamtzahl der verarbeiteten Elemente

  • created: Neu angelegte ZEP-Einträge

  • updated: Aktualisierte ZEP-Einträge

  • skipped: Unveränderte Elemente – kein Update nötig

  • failed: Fehlgeschlagene Elemente – der Grund wird im Protokoll vermerkt; der restliche Sync läuft weiter

Ein einzelner fehlerhafter Datensatz hält den restlichen Batch nicht auf. Fehlende Parent-Epics werden als Warnung protokolliert und beim nächsten Sync-Lauf erneut verarbeitet. Automatische Wiederholungsversuche gibt es nicht – der stündliche Scheduler übernimmt diese Funktion.

Einstellungen im Überblick

Alle konfigurierbaren Parameter der Jira-Schnittstelle auf einen Blick:

Einstellung

Beschreibung

Jira Host

Atlassian-Domain des Unternehmens (z. B. firma.atlassian.net)

Benutzername

E-Mail-Adresse des Jira-Administrators

Passwort

Jira-API-Token (erstellt in der Atlassian-Kontoverwaltung)

Spaces → ZEP-Entität

Projekt / Kunde / Keine Zuordnung

Epics → ZEP-Entität

Projekt / Vorgang / Keine Zuordnung

Issues ohne Epic → ZEP-Entität

Vorgang / Ticket / Keine Zuordnung

Standard-Projekt / -Vorgang (Fallback)

Ziel für Issues ohne Parent-Epic; Name des ZEP-Projekts oder -Vorgangs eintragen

Kundennummer-Präfix

Wird dem Jira-Key beim Anlegen von ZEP-Kunden vorangestellt

Standard-Abteilung

Abteilung, der neu angelegte ZEP-Projekte zugeordnet werden

Standard-Tätigkeit

Tätigkeit, auf die Worklog-Zeiten gebucht werden

Entitäten aktivieren / deaktivieren

Spaces, Epics und Issues können einzeln ein- oder ausgeschaltet werden

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