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Maschinenlesbare Rechnungsformate

Erfahren Sie, wie Sie ZUGFeRD- und XRechnung-Formate in ZEP einrichten und für Ihre Kunden aktivieren.

Verfasst von Gideon Weller

ZEP unterstützt strukturierte, maschinenlesbare Rechnungsformate nach den Standards ZUGFeRD, XRechnung und Swiss QR. Die Einrichtung erfordert mehrere Schritte – von den Unternehmensdaten bis zur Aktivierung je Kunde und Projekt.

Verfügbare Formate

  • ZUGFeRD 2.x: Hybridformat – das PDF enthält eine eingebettete XML-Datei. Empfohlen für den Austausch mit deutschen und europäischen Geschäftskunden. Verfügbare Versionen: 2.0.1 (veraltet), 2.1.1 (veraltet), 2.2 und 2.3.2.

  • XRechnung: Rein XML-basiertes Format, verpflichtend für Rechnungen an öffentliche Auftraggeber in Deutschland. Verfügbare Versionen: aktuelle Version (empfohlen) sowie 2.1 (1.2.2022), 2.2 (1.8.2022), 2.3.1 (1.8.2023) und 3.0.1 (1.2.2024).

  • Swiss QR Code und Swiss QR+Swico: Schweizer Standard für elektronische Zahlungsanweisungen.

Hinweis: Die Verfügbarkeit maschinenlesbarer Formate hängt von Ihrer ZEP-Lizenz ab. Wenden Sie sich an Ihren ZEP-Ansprechpartner, falls die Optionen nicht erscheinen.

Schritt 1 – Unternehmensdaten hinterlegen

Bevor maschinenlesbare Rechnungsformate genutzt werden können, müssen die Unternehmensdaten Ihres Unternehmens vollständig gepflegt sein. Rufen Sie Administration > Meine Firma > Unternehmensdaten auf und prüfen Sie:

  • Firmenname, Adresse (Straße, PLZ, Ort, Land)

  • Telefon und E-Mail

  • Handelsregisternummer und Registergericht (falls zutreffend)

  • Geschäftsführung (für den Impressumsbereich der Rechnung)

  • Für ZUGFeRD und XRechnung: Globale ID-Nummer (z. B. GLN) und ID-Typ im Abschnitt zur Verkäufer-Identifikation

Zusätzlich unter Administration > Meine Firma > Bankverbindungen: Die Bankverbindung Ihres Unternehmens muss hinterlegt sein, da sie in der Rechnung ausgegeben wird.

Schritt 2 – Format je Kunde aktivieren

Das maschinenlesbare Format wird pro Kundenadresse konfiguriert. Öffnen Sie Kunde > [Kundenname] > Allgemein > Adressen und wählen Sie im Feld Maschinenlesbares Rechnungsformat das gewünschte Format aus.

Vorsicht: Sobald ein maschinenlesbares Format gewählt wurde, kann die Rechnungsadresse bei der Rechnungserstellung nicht mehr frei editiert werden. Die Änderung wird nur übernommen, wenn alle Pflichtfelder beim Kunden vorhanden sind: PLZ, Ort, Ländercode und Adresszeile 1.

Hinweis: Das Format kann auch über die Mehrfachbearbeitung in der Kundenübersicht für mehrere Kunden gleichzeitig eingestellt werden.

Zusätzliche Angaben für ZUGFeRD

  • Beim Kunden unter Adressen: ZUGFeRD-Ländercode eintragen.

  • Unter Kunde > [Kundenname] > Allgemein > Daten > Reiter Abrechnung: USt-ID des Kunden prüfen.

Vorsicht: Ist ZUGFeRD bei einem Kunden aktiviert, sind Rechnungen an diesen Kunden ausschließlich im ZUGFeRD-Format zulässig.

Zusätzliche Angaben für XRechnung

  • Unter Kunde > [Kundenname] > Allgemein > Daten > Reiter Abrechnung: Leitweg-ID (BT-10) eintragen. Die Leitweg-ID identifiziert die Rechnungsempfängerstelle des öffentlichen Auftraggebers.

Schritt 3 – XRechnung-Felder je Projekt

Sobald beim Kunden ein maschinenlesbares Format aktiviert ist, erscheint im zugehörigen Projekt unter Projekt > [Projektname] > Allgemein > Daten & Plan der Reiter XRechnung. Dort können Sie optionale BT-Felder auf Projektebene hinterlegen:

  • Projektreferenz (BT-11): Referenz des Käufers auf das Projekt.

  • Vertragsreferenz (BT-12): Identifikator des zugrundeliegenden Vertrags.

  • Vergabenummer (BT-17): Referenz auf das Vergabeverfahren, z. B. bei öffentlichen Aufträgen.

  • Objektnummer (BT-18): Kennung des Objekts, z. B. eine Bauprojekt-ID.

  • Paymentterms (BT-20): Zahlungsbedingungen als Freitext.

  • Bemerkung (BT-22): Allgemeiner Hinweistext zur Rechnung.

Schritt 4 – Dateiformat der Rechnung prüfen

Stellen Sie sicher, dass in den Grundeinstellungen unter Administration > Abrechnung > Einstellungen beim Dateiformat der Rechnung ein für das maschinenlesbare Format geeignetes Format gewählt ist. Für ZUGFeRD ist PDF/A erforderlich; für XRechnung wird zusätzlich eine XML-Datei erzeugt.

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